28.10.2014 bis 30.11.2014

Indien

Indien

Freitag, 28. November 2014

Lebende Brücken

Nachdem mir die lebende Wurzelbrücke in Mawlynnong so gut gefallen hat, habe ich beschlossen auch die Doppeldeckerbrücke anzusehen. Dazu musste ich wieder nach Cherapunjee und von dort zu einem kleinen Dorf tief im Dschungel an den südlichen Ausläufern der Khasiberge. Vom Dorf führt ein betonierter Treppensteig 400 hm hinunter in ein enges Tal. 

Ich machte mich frohen Mutes an den Abstieg. Der Fahrer und ein Begleiter des Hotels kamen ebenfalls mit. Nach wenigen Minuten blieben die beiden jedoch zurück. Im Tal angekommen, führte der Steig über eine waaghalsige Hängebrücke und wieder den Gegenhang hinauf. Insgesamt überquerte ich zwei Hängebrücken und eine lebende Brücke. Dazu besichtigte ich noch zwei weitere lebende Brücken, die Doppeldecker und eine lange schmale einfache Brücke. 

 Doppeldecker Brücke 

Nach einer ausgiebigen Rast und Besichtigung machte ich mich auf den Rückweg. Die unzähligen Stufen haben sich ordentlich gezogen. Aber nach einigen Rasten schaffte ich es dann doch bis nach oben. War ein wirkliche tolles Erlebnis. 
 Stahlseilhängebrücke



Meine beiden Begleiter warteten schon im Auto und wir fuhren zurück nach Shillong. Wir hielten noch an, damit ich Geld beheben kann. Leider funktionierte der ATM nicht und die Wechselprozedur bei der ICIC Bank war ähnlich wie bei der State Bank of India. Nur das Personal war freundlicher und bemühter. 
 Brücke mit Würzeln der Würgefeige

Gemeinsam, diesmal mit Dagmar gehen wir um 16:00 Uhr Abendessen. Diesmal chinesisch mit gebratenen Reis und gebratenen Nudeln. War auch nicht schlecht. 

Es war unser letzter Tag in Indien morgen folgt nur noch der Reisetag. Zu Hause werde ich noch eine Reisezusammanfassung posten. Auf jeden Fall Danke für die vielen Aufrufe und die positven Rückmeldungen.

Donnerstag, 27. November 2014

Mawlynnong

Warum fahren wir nach Nord Ost Indien, warum nach Meghalaya dem Land der Wolken wie die Khasi sagen. Einerseits wegen der Kultur der Khasi, aber auch wegen der Lebenden Brücken. Diese einzigartigen Bauwerke wurde vor mehreren Generationen durch geschicktes anordnen der Wurzeln von Würgefeigebäumen zu lebenden Brücken geformt. 
Khasifamilie am Waschplatz

Wir fahren mit einem Mietwagen, diesmal mit englisch sprechendem Guide und Fahrer von Shillong in die Gegend von Mawlynnong. Das Dorf wurde als das sauberste Dorf Indiens ausgezeichnet. Über eine wunderschöne Bergstraße geht es Richtung Süden. Immer wieder freie Blicke in die mehr als tausend Meter tiefen Schluchten. Am südlichen Ende der Khasiberge fällt die Straße Richtung Bangladesch ab und wir kommen in den Dschungel. 20 km vor Dawki dem Grenzort zu Bangladesch, biegen wir nach westen ab und kommen in das Dorf Rabi. Von einem Parkplatz geht es in ca. 30' zu Fuß hinab in ein Bachbett. Dort kommen wir zu einer dieser lenbenden Brücken. Wirklich beeindruckend. Ich bin fasziniert von diesm natürlichen Bauwerk, das noch eifrig genutzt wird. 

Nach der Besichtigung fahren wir weiter nach Mawlynnong. Ein wirklich schönes Dorf, alle Gärten sind mit Blumen geschmückt und es liegt niergends Müll, wie in allen anderen Orten herum. Wir essen Reis, Dal, Huhn und Kartoffel zu Mittag, bezahlen die 50,- IDR für die Erhaltung des Dorfes und machen uns wieder auf den 100 km langen Weg nach Shillong. 

Ich besorge uns noch in einem spezial Geschäft einige Dosen Kingfisher Bier und wir lassen den vorletzten Tag in Indien bei einigen Spielchen ausklingen.

Mittwoch, 26. November 2014

Shillong

Wir nehmen uns einen Tag um in die Stadt einzutauchen und sie kennen zu lernen. Was eignet sich besser als einer der größten Märkte Indiens, der Barabasar (großer Markt) oder auf Khasi lew Duh.

Wir gehen zu Fuß durch die Stadt und gelangen über den Police Basar zum Barabasar. Er ist nicht wie angenommen auf einem ebenen Marktplatz angesiedelt, sonder auf einem steilen Hügel in kleinen Häusern mit sehr engen Gassen. Unfassbar, beeindruckendes Gewirr aus verschiedensten Einkdrücken. Die engen Gassen mit den Kunden, Verkäuferinnen und Trägern. Kaum Touristen, wir sind meist selbst eine Sehenswürdigkeit. Besonders als wir in ein kleines verstecktes Teehaus gehen und Tee trinken. Hier wird alles von Trägern angeliefert, auch die Milch.

Am oberen Ende des Marktes angekommen beeindruckt uns das Entladen der Lkw's und der unzähligen Jeeps die von den Dörfern zum Markt kommen. 
Träger an der Waage

Auch Hühner werden transportiert

Die Lasten werden durch die Träger zu den Ständen transportiert. Wir sehen bei der Verwiegung einer Last zu, sage und schreibe 168 Kilo trägt dieser Mann mit der Trageschlaufe über den Kopf. 

Nocheinmal gehen wir durch das Gewirr und fahren dann mit dem Taxi zum Don Bosco Museum. Wir sehen für asiatische Verhältnisse ein sehr schönes Museum, dass sich mit den Völkern Nordostindiens beschäftigt. Es wird uns bewusst, wieviel wir gesehen und erlebt haben. Wie reich an Kultur Nordostindien ist. 


Dienstag, 25. November 2014

Shillong - Meghalaya

Nach einer langen Fahrt von Kohora am Kaziranga Nationalpark nach Shillong der Hauptstadt des Bundesstaates Meghalaya haben wir im Cafe Shillong B&B unser Zimmer bezogen. Wir haben ein schönes Zimmer, aber am Abend wird es saukalt. Dicke Decken und warmes Wasser zum Duschen sind super. 
 Aufwärmen in der Morgensonne vor unserem Zimmer 

Nach dem Frühstück fahren wir mit einem gemieteten PKW mit Fahrer nach Cherapunjee (ca. 60 km). Leider kann der Fahrer überhaupt kein Englisch und so fahren wir ahnungslos in der Gegend herum. Trotzdem ist die Gegend um Cherapunjee schön. Viele Wasserfälle, Höhlen, Aussichtspunkte und alte Monolithen der frühen Khasi Kultur machen unseren Tag abwechslungsreich. Von den Aussichtspunkten sieht man auf die Wasserfälle oder ins Tiefland von Bangladesch. Meist führen befestigte Wege zu den Aussichtsterrassen. 

Nach der Besichtigung einer Höhle essen wir bei einem kleinen Restaurant zu Mittag. Reis Palau und Paneer Pathak. Danach besichtigen wir noch einen Wasserfall, der leider zur Zeit kaum Wasser führt, aber über einen gigantische Felsstufe stürzt. Anschließend machen wir uns auf den Rückweg nach Shillong.


Sonntag, 23. November 2014

Kaziranga Nationalpark

 Fischer an einem Teich
Nach unserem Besuch des Nameri NP fuhren wir nach Tezpur und über den Brahmaputra. Auch von der Brücke und trotz Nebels zeigt sich der Fluss gigantisch schön. Die Breite von mehreren Kilometern die vielen Sandbänke und Inseln, einfach schön. Wir halten mehrmals, da wir genug Zeit haben. Der Kaziranga Park liegt zwischen Brahmaputra Südufer und der Nationalstraße 1. Wir halten an mehreren Aussichtspunkten und können bereits bei der Anreise Nashörner, Büffel und Antilopen sehen. Wir checken im Wild Grass Hotel, fünf km östlich des Haupttores ein. Ein schönes altes Haus und passablen Zimmern. Am Nachmittag spazieren wir mit Noren noch durch das nahe Dorf, das von Orissis bewohnt wird. 


Früh am Morgen starten wir unseren Elefantenritt. Im Bereich des Kaziranga sind viele Hotels und demnach auch viele Touristen, Inder wie Europäer. Für uns ungewohnt und demnach auch etwas anstrengend. Der Elefantenritt ist Massenabfertigung pur, trotzdem sind die Mahuts bemüht und führen uns ganz nahe an ein Nashorn.

Am Nachmittag unternehmen wir noch eine Jeeptour im Ostteil des Parks, der von einem riesigen See beherrscht wird. Hier halten sich unzählige Zugvögel auf, verschiedene Storcharten, Enten, Gänse, Kormorane, Reiher und Raubvögel. Insgesamt leben hier mehr als 500 Vogelarten. 


Nach sehr gutem Abendessen und Frühstück im Hotel starten wir den zweiten Tag mit einer Jeepsafari in zentralen Parkbereich. Hier wird uns die übertriebene indische Verwaltung und die Fülle an Touristen beinahe zu viel. Als Höhepunkt können wir hunderte Kormorane bei der Fischjagd beobachten, war toll.


Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf im Hotel fahren wir 20 km nach Westen. Dieser Teil ist für mich der am weitesten Schönste. Wesentlich weniger Besucher, ein wunderschöner See und sehr säugetier- und vogelreich. Wir beobachten einen Seeadler wie er einen Fisch verspeist, Nashörner aus nächster Nähe beim Gras äsen Wasserbüffel und auch Elefanten. Bei einbrechen der Dämmerung müssen wir leider raus. 

Zurück ins Wild Grass, Abendessen und ab ins Bett zur letzten Nacht in Assam, den morgen fahren wir nach Shillong im Bundestaat Meghalaya. 

Donnerstag, 20. November 2014

Nameri Nationalpark


 Vor dem Tempel in Tezpur

Nach dem Frühstück und einer Stadtrundfahrt mit Noren in Tezpur mit der Besichtigung eines schönen Hindutempels fahren wir nach Nameri. Der Park liegt ca. 45 km nördlich von Tezpur. Wir checken im schönen und gemütlichen Eco Camp ein und beziehen das Zelt Ramani 10. Wir genießen die Ruhe und nette Atmosphäre. Zu Mittag besuchen wir ein Mishing Dorf, bekommen Reisbier und Kokosnussfleisch. 
 Reis wird so nach Hause getragen

Am Nachmittag gehen wir zum Bhoreli Fluss und beobachten hunderete Kormorane die flussaufwärts zu ihren Schlafplätzen fliegen.  Außerdem beobachten wir noch Capt Lengur, schöne scheue Affen mit sehr langem Schwanz. Sie sind hoch in den Bäumen und fressen Blätter. 


Das Abendessen genießen wir im Restaurant des Eco Camp: Reis weiß, Dal, Gemüse indisch, gebratene kleine Fische - alles sehr gut


20.11.2014
Vor dem Frühstück brechen wir zur Parkwanderung auf. Voller Aufregung erzählen uns Noren und die anderen, dass in der Nacht zwei junge Tiger im Dorf waren. Am Fluss steigen wir in ein Boot der Parkverwaltung und setzen über. Am anderen Ufer sehen wir die frischen Abdrücke der Tiger, junge Männchen. Wir sind beeindruckt. Wir marschieren, begleitet durch einen bewaffneten Rancher entlang des Flusses und biegen dann in den Dschungel ein. Hoffen eventuell Elefanten sehen. Wir sehen bzw. der Ranger und er Guide sehen unzählige verschiedene Vögel. Der Ranger hat ein Buch dabei und kann uns damit die Vögel zeigen, die wir sehen. Am Rückweg sehen wir noch ein riesiges Eichhörnchen, eine Eule und andere Vögel aber keine Elefanten. 
 Männlicher junger Tiger

Frühstück im Restaurant und nach kurzer Erfrischung auf zum Raften. Wir fahren mit dem Schlauchboot am Dach einige Kilometer flussaufwärts und an einer günstige Stelle wassern wir das Schlauchboot und steigen ein. Wir fahren mit Guide und zwei Bootsführern den Bhoreli hinunter. Ein ähnlich schöner naturbelassener Fluss wie der Manas. Der sich verzweigt, riesige Sandbänke bildet. Wir passieren immer wieder kleinere Stromschnellen und sehen verschiedenste Vögel und eine Süßwasserschlange. Eine wunderbare schöne Raftingtour. 


Abendessen: Hühner Tandori (Spieße), Paneer Tandori, Gemüsenudeln 

Dienstag, 18. November 2014

Nach Tezpur in Assam

 Frisch vom Feld, einfach wunderbar

Es steht uns eine lange Fahrt bevor und so stehen wir um 05:00 Uhr auf, bekommen vom super netten  Hotelchef noch Tee und verlassen das nebelige kalte Zirotal in Richtung Assam. 
Unser Frühstück wird zubereitet, Chiabatti mit Paratha

Es die ersten 100 km geht es hinab von den Bergen Arunchal in die Tiefebene Assams und dann noch mehr als 200 km den Brahmaputra flussabwärts bis Tezpur. Nach etwa acht Stunden treffen wir beim guten Hotel KRC Palace ein. Noch eine Runde durch die Stadt, Abendessen in einem einfachen Lokal eines Kaufhauses und in der Dunkelheit zurück ins Hotel.

 Typische Straßenszene