28.10.2014 bis 30.11.2014

Indien

Indien

Donnerstag, 6. November 2014

Majuli nach Dibrughar

Wir brechen früh auf, den unsere Fähre geht bereits um 08:30 Uhr und wir müssen ca. eine Stunde Anfahrt rechnen. Der Fähranleger wurde verlegt und so fahren wir ca. einen Kilometer durch Sand, wie durch eine Wüste. Der Fähranleger wird immer der Jahreszeit und dem Wasserstand entsprechend verlegt. Mit dem Anleger übersiedeln auch die Imbißbuden und Verkaufsstände. Wir können sofort uaf die Fähre und sehen dem Treiben rundherum gelassen zu.


Die Überfahrt genieße ich auf Deck. Faszinierend den gigantischen Brahmaputra vom Schiff aus zu erleben. Die Breite, die irren Sandbänke und die unzähligen Vögel, einfach traumhaft. 

Von der Fähre runter fahren wir direkt nach Sibsagar, wo wir die wenigen noch erhaltenen Bauwerke aus der Ahomdynastie besichtigen. Die Ahom kamen vor ca. 600 Jahren nach Assam woher auch der Name für diesen Bundesstaat abgeleitet wurde. Die Ahom Herrscher lieferten sich mehrere schwere Schlachten mit den aus Indien vordringenden Moguln. Die Bauwerke sind gut erhalten und sehenswert. 


Wir fahren weiter nach Dibrughar, machen Halt für das Mittagessen in einem Lokal an der Hauptstraße. Noren bestellt ein vielfältiges Essen. Dal wie immer, Fisch, Huhn, verschiedene Dips zum Teil scharf, Reis und Chapatti. 


Im Mancotta Chang Hotel in einer Teeplantage beziehen wir ein nobles Zimmer im Erdgeschoß. Empfang mit Eistee, Personal beinahe wie im alten kolonialen Indien. Für unsere Begriffe fast zuviel an Kolonialität. Die Absage des Dinners löst Unverständnis aus. Egal das Zimmer ist super und wir genießen den sehr guten Tee. Ein Spaziergang durch die Plantage und Besichtigung der Teefabrik rundet den Tag ab. Der Tee wird mit einfachsten Mittel hergestellt. Das Meiste ist Handarbeit. Ws sind kaum Machinen im Einsatz und wenn dann sehr Alte. Eine neue Sortiermaschine, deutschen Fabrikats wir mir stolz vorgeführt. Der getrocknete und fermentierte Tee wird über Siebe gerüttelt und dadurch sortiert, je kleiner desto besser.


Am Abend genießen wir noch eine  Tanzvorführung zu der wir vom Hotel eingeladen werden. Die Vortragenden sind ausschließlich Männer und stammen ursprünglich aus Orisha in Ostindien. Bei kleinen Snacks sehen wir eine wunderschöne Aufführung zu.




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