28.10.2014 bis 30.11.2014

Indien

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Montag, 17. November 2014

Bei den Apa Tani

Die Apa Tani leben in diesem abgeschiedenen Hochtal auf 1500 m Seehöhe im Indischen Bundesstaat Arunchal Pradesh. Sie bewahren ihre Traditionen bis heute. Sie leben von Viehzucht, Reisanbau und unterhalten Bambusplantagen. Bambus wird sehr vielseitig genutzt. Die Sprossen werden gegessen und das Holz ist Baumaterial, Möbelholz und Holz für Gebrauchsgegenstände.
Häuser der Apatani - die hohen Masten mit den Querbalken zeigen wieviel Buben bzw. Mädchen hier geboren wurden. Sie werden im März bei einem großen Fest aufgestellt. 

Mit einem jungen Apatani machen wir uns auf den Weg und besuchen mehrere Dörfer. Eines davon ist sein Heimatdorf Hong. Neben den Holzhäusern und der Lebensart interessieren uns vor allem die Gesichtstatoos und Nasenpflöcke der Frauen. Leider lassen sie sich nicht gerne fotografieren, was ich durchaus verstehen kann. Es verirren sich aber nur wenige Touristen in dieses abgelegene Tal von Ziro. Einige der alten Frauen dürfen wir aber doch ablichten. 
Apatanifrau mit Gesichtstatoo und Nasenpflöcken

Wir sehen uns die Häusern an und der Guide erzählt uns von seiner Heimat. Das jeder Clan einen Zeremonienplatz im Dorf hat, das die Reisspeicher, aber auch die Gräber außerhalb der Dörfer errichtet sind. Wir wandern durch das Dorf und den Bambuswald und besuchen anschließend noch zwei weitere Dörfer. 

Nachdem Mittagessen (gebratener Reis mit Schwein und Huh) in Harpoli besuchen wir den sehr interessanten Markt des Dorfes. Es werden Ratten frisch, auch eine Bisamratte und verschiedene bekannte und unbekannte angebliche Lebensmittel verkauft. Auch die Larven einer großen Honigbienenart werden verkauft. 

Nach dem Besuch einer Fischfarm schlägt mir der Guide eine kleine Wanderung in ein abgeschiedenes Tal vor. Nach ca. einer Stunde gelangen wir über einen aus Stufen bestehenden Steig zu einem Gehöft das von einem alten Apatani Ehepaar bewirtschaftet wird. Sie haben keine Zufahrtsstraße und sind nur zu Fuß zu erreichen. Die Beiden sind reine Selbstversorger mit Rindern, Schweinen, Hühnern, Enten, Fischen, einem großen Gemüsegarten, Bambusplantage und Wald. 
Apatanimann mit einem T Tatoo am Kinn

Zurück im Hotel berrachten wir unsere Bilder lassen den Tag wirken und am Abend gibt es ein vom Koch angekündigtes und Fahrer bezahltes spezielles Huhn. Der Koch serviert uns als Kostprobe auch gekochte Larven der Honigbiene. Mir schmecken sie!

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