28.10.2014 bis 30.11.2014

Indien

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Dienstag, 4. November 2014

Jorhat nach Majuli

Früher als vereinbart brechen wir zum Fähranleger nach Neeminghat auf. Noren hält an einem kleinen Sumpfgebiet und wir können hier verschiedenen Zugvögel wie Störche, Eisvögel beobachten. Am Fähranleger herrscht geschäftiges treiben. Noren besorgt unser Ticket und wir trinken noch gemeinsam, in einer einfachen Bude Tee. Der Betreiber macht den Tee frisch, mit Milch und Ingwer aufgekocht auf einem Benzinkocher.


Die Fähre wird voll bepackt mit Mopeds, ungefähr 100 Personen und drei PKW's. Wir nehmen nehmen unten in der Kajüte neben Einheimischen Platz. Wir sind hier die Atraktion. Die unterschiedlichen Leute sind sehr interessant. Bei den älteren Menschen ist das Kauen der Bettelnuß weit verbreitet. Auch hier am Schiff. Diese Frucht einer Palme wird geschält und gemeinsam mit Blättern und dem sogenannten Lime gekaut. Dabei verfärbt sich der Speichel tief rot der häufig ausgespuckt wird. Nicht sehr ansehnlich. Die Blätter werden mitgekaut, damit sich die Zähne nicht so stark einfärben.

Wir erreichen den Fähranleger auf der größten Flußinsel der Welt, Majuli (ca. 130 qkm) im Brahmaputra. Von dort fahren wir quer über die Insel in den Nordosten ins Dorf Sitadar zur me:po okum Logde. Diese einfachen, spartanisch eingerichteten Bungalows werden von einheimischen Mishing als Projekt betrieben. Wir werden herzlich empfangen.



Am Nachmittag gehen wird noch mit einem einheimischen Guide am Fluß entlang, über Reisfelder und durch das Dorf. Er erzählt uns einiges über das Leben der Mishing. Die Mishing wanderten vor vielen Jahren von China und Tibet nach Assam ein. Sie züchten Rinder, Ziegen, Schweine, bauen Reis und Senf an und fischen in den Tümpeln und im Fluß.


Wir bekommen ein opulentes Abendessen nach Mishingart. Es besteht aus dunklem Klebreis, Hühnercurry, Fischcurry, gebratenen kleinen Fischen, Spinat, Dal und Hühnerfleisch aus dem Bambusrohr. 
Danach kriechen wir in unsere getrennten Betten die wir vorher mit Moskitonetzen geschützt haben. Hat sich wieder bewährt, dass wir ein Eigens mit dabei haben. Das Klima in den windigen Bambushütten ist angenehm und in der Nacht sogar im eigenen Schlafsack kühl.

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